Heilpraktikerprüfung Oktober 2014

Interaktive und kostenlose Prüfungsvorbereitung für die Heilpraktikerprüfung

Übe mit den originalen Prüfungsfragen der Heilpraktikerprüfung Oktober 2014 zur Vorbereitung auf deine Prüfung zum Heilpraktiker. Bei jeder Aktualisierung dieser Seite werden die Prüfungsfragen mit Multiple Choice-Antworten neu gemischt. Nach Beendigung der Prüfungsübung erhältst du im Ergebnis auch Erklärungen, warum eine Antwort richtig oder falsch ist.

Viel Erfolg!

1. Welche der folgenden Erkrankungen sind bei der Differenzialdiagnose des Herzinfarktes zu berücksichtigen? 1. Herpes zoster 2. Refluxkrankheit 3. Lungenembolie 4. Akute Pankreatitis 5. Chronische Hepatitis
A) nur 1 und 5 sind richtig
B) nur 1, 2 und 3 sind richtig
C) nur 2, 3 und 4 sind richtig
D) nur 1, 2 , 3 und 4 sind richtig
E) nur 2, 3, 4 und 5 sind richtig
2. Welche Aussage zur Skabies trifft zu?
A) Juckreiz ist nicht zu beobachten
B) Typisch betroffene Hautstellen sind u.a. Interdigitalfalte, Genitalbereich und vordere Axillarlinie
C) Erreger ist die Schildzecke
D) Die Behandlung erfolgt durch Einnahme eines Antimykotikums
E) Die Ansteckungsgefahr ist gering
3. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Als Ursache für eine Kardiomyopathie kommen am ehesten in Frage: 1. Virusinfektionen 2. Bakterielle Infekte 3. Chronischer Alkoholmissbrauch 4. Ösophagusdivertikel 5. Zöliakie
A) nur 1 und 2 sind richtig
B) nur 2 und 3 sind richtig
C) nur 1, 2 und 3 sind richtig
D) nur 1, 3 und 4 sind richtig
E) alle Aussagen sind richtig
4. Eine 38-jährige Patientin in der 34. Schwangerschaftswoche sucht Ihre Praxis auf und klagt über Schwindel. Sie erheben folgende Befunde: Blutdruck 195/110 mmHg, Beinödeme, Proteinurie (Harnstreifentest). Wie handeln Sie?
A) Ich vermute ein Vena-cava Kompressionssyndrom und rate der Patientin, sich in Linksseitenlage auszuruhen
B) Ich lasse eine quantitative Eiweißbestimmung im Sammelurin durchführen
C) Ich nehme Blut ab zur Kontrolle von Kreatinin in und Harnstoff, da ich eine Nierenerkrankung vermute
D) Ich lasse die Patientin notfallmäßig ins Krankenhaus bringen
E) Ich vermeide jede Aufregung der Schwangeren und empfehle Ruhe sowie tägliche Blutdruckkontrollen
5. Welche der folgenden Aussagen zur Dupuytren-Kontraktur treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!
A) Die Ursache ist unbekannt
B) Bei langem Krankheitsverlauf kann hier Krebs entstehen
C) Sie kommt häufiger vor bei Diabetikern, Alkoholikern und bei Patienten/innen mit einer Lebererkrankung
D) Die Symptome beschränken sich auf eine Verhärtung der Handfläche
E) Krankengymnastische Übungen sind bei Kontrakturen der Finger erfolgversprechend
6. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Ursachen einer Struma können sein: 1. Jodmangel 2. Zyste 3. Autoimmunthyreoiditis 4. Schilddrüsenmalignom 5. Medikamente
A) nur 1, 3 und 4 sind richtig
B) nur 1, 3 und 5 sind richtig
C) nur 1, 2, 4 und 5 sind richtig
D) nur 2, 3, 4 und 5 sind richtig
E) 1-5, alle sind richtig
7. Welche Aussage trifft zu? Bei Auftreten einer Norovirusinfektion
A) stehen Virostatika zur schnellen Behandlung zur Verfügung
B) ist eine Übertragung über Tröpfchen möglich
C) handelt es sich um eine vektorübertragene Erkrankung
D) ist mit gründlichem Händewaschen eine zuverlässige Virusabtötung möglich
E) besteht nach Abklingen der Symptome keine Ansteckungsfähigkeit mehr
8. Welche der folgenden Aussagen zur Psoriasis treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!
A) Psoriasis ist bei engem Kontakt ansteckend
B) Auch der behaarte Kopf kann befallen sein
C) Untergewicht ist mit einem erhöhten Risiko für das Auftreten einer Psoriasis verbunden
D) Die Krankheitsausprägung von Haut- und Gelenkbefall muss bei der Erkrankung nicht miteinander korrelieren
E) Prädilektionsstellen sind unter anderem die Beugenseiten der Extremitäten
9. Welche Aussage zur Lungenembolie trifft zu?
A) Der die Lungenembolie auslösende Thrombus verschließt die Pulmonalvene
B) Der sofortige Blutstau vor dem Thrombus führt zu einer starken Druckerniedrigung im sogenannten kleinen Kreislauf
C) Thoraxschmerzen sprechen gegen eine Lungenembolie
D) Typisch für eine Lungenembolie sind Zeichen einer Linksherzbelastung
E) Blut im Auswurf, Husten, Herzschlag über 100/min in Ruhe, hohe Atemfrequenz (Tachypnoe), Herzrhythmusstörungen können auf eine Lungenembolie hinweisen
10. Welche der folgenden Aussagen zur Hämochromatose (Eisenspeicherkrankeit) treffen zu? 1. Die typische Trias besteht aus Lebererkrankung, Diabetes mellitus und Hyperpigmentierung der Haut 2. Frauen erkranken wesentlich häufiger als Männer 3. Eine mögliche Therapie sind Aderlässe 4. Die Prognose ist auch bei frühzeitiger Therapie schlecht 5. Es handelt sich um eine genetisch bedingte Erkrankung
A) nur 1, 2 und 5 sind richtig
B) nur 1, 3 und 4 sind richtig
C) nur 1, 3 und 5 sind richtig
D) nur 2, 3 und 5 sind richtig
E) 1-5, alle sind richtig
11. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Zu den Minussymptomen (Negativsymptomen) im Rahmen einer Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis zählen: 1. Apathie 2. Denkzerfahrenheit 3. Wahn 4. Sozialer Rückzug 5. Sprachverarmung
A) nur 1 und 5 sind richtig
B) nur 1, 2 und 3 sind richtig
C) nur 1, 4 und 5 sind richtig
D) nur 2, 3, 4 und 5 sind richtig
E) 1-5, alle sind richtig
12. Welche der folgenden Aussagen zum hämolytischen Ikterus treffen zu? Wähen Sie zwei Antworten!
A) Im Blut ist unkonjugiertes (indirektes) Bilirubin nachweisbar
B) Es besteht in der Regel ein heller Stuhlgang
C) Die Ursache ist ein gestörter Gallenfluss
D) Eine künstliche Herzklappe kann die Ursache sein
E) Für die Diagnose ist die Untersuchung des Augenhintergrundes von großer Bedeutung
13. Welche Aussage zur Arthrose trifft zu?
A) Bei einer Arthrose handelt es sich um eine primär entzündliche degenerative Gelenkerkrankung
B) Ursache ist meist eine rheumatische Grunderkrankung
C Frühsymptome sind Verdickung der Gelenkkonturen und Muskelatrophien
D) Typische Symptome sind im Anfangsstadium Anlauf-, Ermüdungs- und Belastungsschmerzen
E) Typische Laborparameter für eine Arthrose sind eine Leukozytose und eine erhöhte Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit (BKS)
14. Welche der folgenden Hautsymptome sind typisch für einen systemischen Lupus erythematodes (SLE)? 1. Plaques mit silberweißer Schuppung bevorzugt an den Streckseiten von Ellenbeugen und Knien 2. Lichtempfindlichkeit der Haut 3. Tüpfelnägel 4. Schmetterlingserythem 5. Oronasale Ulzerationen (Geschwüre im Bereich Mund und Nase)
A) nur 1, 2 und 3 sind richtig
B) nur 1, 3 und 5 sind richtig
C) nur 1, 4 und 5 sind richtig
D) nur 2, 3 und 5 sind richtig
E) nur 2, 4 und 5 sind richtig
15. Beim Hausbesuch einer 78-jährigen Patientin mit neu aufgetretener Sprachstörung wird der Verdacht auf einen Schlaganfall geäußert. Während die Patientin auf den Notartz wartet, hat sie Hunger und möchte eine Scheibe Brot essen. Aus welchem Grund ist von der Nahrungsaufnahme abzuraten?
A) Eine Durchblutungsanregung des Magen -Darm-Traktes sollte vermieden werden, da dies die Duchblutung des Gehirns einschränkt
B) Die notwenige Diagnostik kann erst zwei Stunden nach der letzten Nahrungsaufnahme durchgeführt werden
C) Bei den meisten Schlaganfallpatienten ist eine Operation notwendig
D) Es könnte eine Schluckstörung mit Gefahr der Aspiration bestehen
E) Bei Notfallpatienten ist es dem Notarzt vorbehalten, über eine Nahrungsaufnahme zu entscheiden
16. Welche Aussage zum Darm trifft zu?
A) Hämorrhoiden befinden sich überwiegend im Sigma (Colon Sigmoideum)
B) Der Pankreasgang mündet in das Ileum
C) Die Dünndarmschleimhaut besteht aus Zotten, Krypten und Mikrovilli
D) Tänien und Haustren sind charakteristisch für den Dünndarm
E) Der Blinddarm (Zäkum) setzt am Colon transversum an
17. Ein 30-jähriger männlicher Patient berichtet in Ihrer Sprechstunde über Brennen beim Wasserlassen und gelb-grünen Ausfluss aus der Harnröhre. Wie gehen Sie vor? Wählen Sie zwei Antworten!
A) Ich verordne das reichliche Trinken von Harn- und Blasentee
B) Ich melde den Patienten namentlich an das zuständige Gesundheitsamt mit dem Verdacht auf Gonorrhö
C) Ich verweise den Patienten an einen Urologen
D) Ich führe eine ausführliche körperliche Untersuchung und eine Blutentnahme zum Nachweis von Entzündungszeichen und Antikörpern durch und vereinbare einen Termin zur Befundbesprechung
E) Ich kläre den Patienten über das mögliche Vorliegen einer sexuell übertragbaren Krankheit und die Ansteckungsgefahr auf
18. Welche Aussagen zu MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!
A) Die meisten MRSA sind resistent gegen alle Antibiotika
B) MRSA treten ausschließlich in Krankenhäusern auf
C) Eine Übertragung vom Tier auf den Menschen ist möglich
D) Jeder Mensch hat einige MRSA im Nasenraum
E) MRSA können durch Desinfektionsmittel normalerweise ebenso abgetötet werden wie andere Staphylokokken
19. Welche der folgenden Aussagen zu Extrasystolen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!
A) Extrasystolen kommen bei Herzgesunden so gut wie nie vor
B) Ursächlich kann eine koronare Herzerkrankung vorliegen
C) Die Gabe eines Antiarrhythmikums ist zwingend erforderlich
D) Ursache kann ein erniedrigter Serumkaliumspiegel sein
E) Ein erhöhter Serumkaliumspiegel scheidet als Ursache aus
20. Für welche der folgenden Krankheiten ist das Auftreten von Doppelbildern (Doppeltsehen) typisch? 1. Schädigung des N.hypoglossus (Hirnnerv XII) 2. Multiple Sklerose 3. Schädigung des N.trochlearis (Hirnnerv IV) 4. Botulismus 5. Kompartment-Syndrom
A) nur 1, 2 und 3 sind richtig
B) nur 1, 2 und 4 sind richtig
C) nur 2, 3 und 4 sind richtig
D) nur 2, 3 und 5 sind richtig
E) nur 3, 4 und 5 sind richtig
21. Bei einem Patienten sind seit 20 Jahren an einer Niere zwei Zysten bekannt. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!
A) Nach einer so langen Zeit ist das Risiko einer malignen Entartung deutlich vergrößert
B) Charakteristisch ist bei dieser Vorgeschichte eine Hämaturie
C) Nierenzysten können genetisch bedingt sein
D) Nierenzysten werden relativ häufig als harmloser Befund gefunden
E) Häufig handelt es sich um sogenannte Schokoladenzysten (Teerzysten)
22. Welche Aussage zum Blut bzw. Blutkreislauf beim gesunden Erwachsenen trifft zu?
A) Der Blutdruck im Lungenkreislauf ist höher als im Körperkreislauf
B) Das Herzminutenvolumen (Herzzeitvolumen) beträgt in Ruhe etwa 5 Liter pro Minute
C) Die Sauerstoffsättigung des Blutes nimmt im hohen Lebensalter zu
D) Der pH-Wert des Blutes beträgt 5-6
E) Das Gehirn wird pro Minute von ca. 20 Litern Blut durchflossen
23. Welche der folgenden Aussagen zur Laktoseintoleranz treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!
A) Es handelt sich um eine Milcheiweißallergie gegen Lactalbumin oder Casein
B) Der Nachweis kann mit dem Wasserstoffexhalationstest (H2-Atemtest) erfolgen
C) Häufig kommt es durch die Laktoseintoleranz zu Steatorrhoe (Fettstuhl)
D) Dünndarmerkrankungen können zu sekundärer Laktoseintoleranz führen
E) Leitsymptom der primären Laktoseintoleranz sind schleimig-blutige Stühle
24. Welche Aussage zum Hämangiom trifft zu?
A) Es handelt sich um einen benignen Tumor, der entsprechend den allgemeinen Empfehlungen wegen einer erhöhten Entartungstendenz in der Regel operativ entfern werden sollte
B) Es handelt sich um einen benignen Befund, der in der Regel keine weiteren Maßnahmen nach sich zieht
C) Es handelt sich um einen malignen Tumor, der in der Regel operativ behandelt wird
D) Es handelt sich um einen malignen Tumor der in der Regel nicht operabel ist und daher strahlentherapeutisch behandelt wird
E) Es handelt sich um einen malignen Tumor, weshalb wegen der weiteren Vorgehensweise umgehend ein Onkologe zu konsultieren ist
25. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Für Kinder wird in Deutschland eine Impfung empfohlen gegen 1. Hepatitis B 2. Masern 3.Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC) 4. Mononukleose 5. Windpocken
A) nur 1 und 2 sind richtig
B) nur 2 und 5 sind richtig
C) nur 1, 2 und 5 sind richtig
D) nur 1, 3 und 5 sind richtig
E) nur 1, 2, 4 und 5 sind richtig
26. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten! Bei der körperlichen Untersuchung erfolgt die Prüfung auf Vorliegen einer oberen Einflussstauung bei Rechtsherzinsuffizienz
A) an der Vena jugularis externa
B) an der Arteria carotis interna
C) an der Arteria radialis
D) in Kopftieflage
E) bei erhöhtem Oberkörper
27. Welche der folgenden Hormone wirken dem Insulin hinsichtlich des Zuckerstoffwechsels entgegen ("Gegenspieler" des Insulins)? Wählen Sie zwei Antworten!
A) Renin
B) Glukagon
C) Aldosteron
D) Cortisol
E) Parathormon
28. Welchem System ordnen Sie die Basalganglien zu?
A) Lymphatisches System
B) Verdauungsapparat
C) Hörapparat
D) Zentrales Nervensystem
E) Hormonhaushalt
29. Welche der folgenden Aussagen zu Erkrankungen der Herzklappen treffen zu? 1. Eine Fortleitung des Geräusches in die Karotiden kann bei der Aortenstenose auftreten 2. Typisch für eine Aortenstenose ist eine große Blutdruckamplitude 3. Bei einer höhergradigen Aortenstenose besteht die Gefahr des plötzlichen Herztodes 4. Bei einer höhergradigen Aortenklappeninsuffizienz ist ein systolisches und diastolisches Geräusch zu hören 5. Bei der Aortenklappeninsuffizienz sind schon im Frühstadium periphere Ödeme erkennbar
A) nur 2 und 3 sind richtig
B) nur 1, 3 und 4 sind richtig
C) nur 1, 3 und 5 sind richtig
D) nur 2, 4 und 5 sind richtig
E) 1-5, alle sind richtig
30. Ein Bluthochdruck kann endokrine Ursachen haben. Auf welche endokrine Grunderkrankung deutet die folgende Symptomatik hin: Hypertensive Krisen, Kopfschmerzen, Blässe, Herzklopfen, Schwitzen?
A) Hypothyreose
B) Hyperparathyreoidismus
C) Primärer Hyperaldosteronismus (Conn-Syndrom)
D) Phäochromozytom
E) Cushing-Syndrom
31. Welche der folgenden Aussagen zur Gynäkomastie treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!
A) Sie tritt nur doppelseitig auf
B) Sie entsteht durch einen Androgenüberschuss
C) Sie ist in der Pubertät stets behandlungsbedürftig
D) In der Differenzialdiagnose muss auch an ein Mammakarzinom gedacht werden
E) Durch die Einnahme bestimmter Medikamente wird die Entstehung gefördert
32. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten! Der Herzspitzenstoß
A) ist normalerweise in der Axillarlinie im 4.ICR (Interkostalraum) links zu betasten
B) kann bei Zwerchfellhochstand verlagert sein
C) ist normalerweise in der Medioklavikularlinie im 5. ICR (Interkostalraum) links zu tasten
D) Beweist bei Verlagerung eine Herzschwäche
E) ist von Herzrhythmusstörungen nicht betroffen
33. Ein 18-jähriger Patient, der sich wegen Rückenbeschwerden massieren lässt, gibt an, dass er seit einigen Monaten mehrfach am Tag "Aussetzer" habe. Die "Aussetzer" würden von seiner Familie bemerkt und ca.10 Sekunden anhalten. Er sei gerade dabei den PKW-Führerschein zu machen. Welche der folgenden Ratschläge geben Sie dem Patienten? Wählen Sie zwei Antworten!
A) Sie vermuten Durchblutungsstörungen und empfehlen die Einnahme von ASS (Acetylsalicylsäure)
B) Sie weisen darauf hin, dass vor einer weiteren ärztlichen Abklärung Fahruntauglichkeit besteht
C) Sie gehen von einer Reifungskrise aus und raten zur Durchführung einer Psychotherapie
D) Sie können nicht ausschließen, dass es dich um eine Epilepsie handeln kann und empfehlen eine neurologische Abklärung
E) Sie gehen von einer Reifungskrise aus und raten zur Einnahme von Johanniskrautpräparaten
34. Eine 50-jährige Patientin klagt über Müdigkeit und Gewichtszunahme. Welche der folgenden Symptome bzw. Befunde unterstützen den Verdacht auf eine primäre Hypothyreose? Wählen Sie zwei Antworten!
A) Tachykarde Herzrhythmusstörungen
B) Obstipation
C) Trockene, blasse Haut
D) Temperatur rektal 37,8 C°
E) TSH basal erniedrigt
35. Welche Aussage zur hygienischen Händedesinfektion trifft zu?
A) Das Händedesinfektionsmittel wird nach dem Händewaschen auf die feuchten Hände aufgebracht
B) Die aufgebrachte Menge des Desinfektionsmittels muss so bemessen sein, dass die gesamten Hände bis knapp über das Handgelenk satt benetzt sind (etwa 3-5 ml)
C) Das Händedesinfektionsmittel wird durch Aneinanderreiben der Hände gleichmäßig verteilt, so dass die Hände vollständig benetzt sind und während 70 % der vom Herstellen deklarierten Einwirkungszeit feucht bleiben
D) Nach Ablauf der Einwirkungszeit sollen die Hände abgetrocknet werden
E) Das Nachbefüllen von Desinfektionsmittelspendern wir aus hygienischen Gründen empfohlen
36. Welche Aussage zu Leukozyten trifft zu?
A) Eine Leukozytose bedeutet eine Erhöhung der Gesamtleukozyten über 5000/Mikroliter (µl)
B) Eine Leukozytose kann durch die Vermehrung neutrophiler Granulozyten zustande kommen
C) Eine Leukozytose bewirkt meisten eine Beeinträchtigung der Fließeigenschaften des Blutes
D) Eine Leukozytose erfordert in der Regel einen Aderlass
E) Eine Rechtsverschiebung (Auftreten übersegmentierter neutrophiler Granulozyten) gibt den Hinweis auf einen akuten Infekt
37. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten! Ursachen einer Alkalose können sein:
A) Starkes Erbrechen
B) Hungerzustände
C) Coma diabeticum
D) Diuretikagabe mit Hypokaliämie
E) Ein Schockzustand
38. Welche der folgenden Aussagen zum lymphatischen System trifft (treffen) zu? 1. Der Ductus thoracicus (Milchbrustgang) mündet in die Arteria subclavia sinistra 2. Schmerzlos vergrößerte, derbe Lymphknoten sprechen für eine lokale Infektion 3. Nach Splenektomie (operative Entfernung der Milz) besteht eine erhöhte Thrombose-und Sepsisgefahr 4. Beim Hyperspleniesyndrom kommt es häufig zur Polyglobulie 5. Der Thymus erreicht seine volle Funktion im lymphatischen System nach der Pubertät
A) nur 3 ist richtig
B) nur 3 und 4 sind richtig
C) nur 2, 4 und 5 sind richtig
D) nur 3, 4 und 5 sind richtig
E) 1-5, alle sind richtig
39. Was sind typische Nebenwirkungen einer langfristigen hochdosierten Kortisontherapie? Wählen Sie zwei Antworten!
A) Hypoglykämie
B) Arterielle Hypotonie
C) Schlechte Wundheilung
D) Überschießendes Wachstum bei Kindern
E) Osteoporose
40. Bei welchen der folgenden Erkrankungen tritt am ehesten eine Splenomegalie auf? Wählen Sie zwei Antworten!
A) Lungenmetastasen
B) Eisenmangelanämie
C) Infektiöse Mononukleose
D) Leukämie
E) Koronare Herzerkrankung
41. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten! Die Mikroangiopathie bei Diabetes mellitus schädigt in erster Linie folgende Organe:
A) Augen
B) Ohren
C) Leber
D) Niere
E) Lunge
42. Welche der folgenden Aussagen zur Tuberkulose treffen zu: 1. Ein typisches Symptom einer Lungentuberkulose ist Husten mit oder ohne Auswurf 2. Die Tuberkulosebakterien werden vom Immunsystem hauptsächlich mit Antikörpern bekämpft 3. Die Tuberkulose ist auf den Menschen nur durch Tröpfcheninfektion übertragbar 4. Es besteht Meldepflicht bei Erkrankung und Tod an einer behandlungspflichtigen Tuberkulose 5. Der Nachweis von Tuberkulose im Sputum des Patienten spricht für eine offene Tuberkulose
A) nur 1 und 5 sind richtig
B) nur 4 und 5 sind richtig
C) nur 1, 4 und 5 sind richtig
D) nur 2, 3 und 4 sind richtig
E) 1-5, alle Aussagen sind richtig
43. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Blutiger Auswurf tritt am ehesten auf bei: 1. Asthma bronchiale 2. Lungentuberkulose 3. Bronchialkarzinom 4. Pneumonien 5. Emphysem
A) nur 1, 2 und 3 sind richtig
B) nur 1, 2 und 5 sind richtig
C) nur 2, 3 und 4 sind richtig
D) nur 2, 3 und 5 sind richtig
E nur 3, 4 und 5 sind richtig
44. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten! Als Leitsymptome eines Schlafapnoesyndroms gelten:
A) Nächtliche Atemnot, insbesondere im Liegen
B) Lautes und unregelmäßiges Schnarchen mit Atemstillstand
C) Gesteigerte Tagesschläfrigkeit mit Einschlafneigung
D) Basale Rasselgeräusche
E) Husten und Auswurf
45. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten! Bei einem Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz
A) sollte eine Impfung gegen Influenza durchgeführt werden
B) muss der Serumkaliumspiegel kontrolliert werden
C) kann Blutspenden (500 ml vierteljährlich) bei renaler Anämie zur Stimulierung der Erythrozytenbildung sinnvoll sein
D) muss der Blutdruck zur Nierenperfusion mäßig erhöht sein (zum Beispiel systolisch 160 mmHg bei älteren Patienten)
E) sollte bei Vorliegen von Ödemen die Kost salzreich sein
46. Welche Aussage zum Asthma bronchiale trifft zu?
A) Asthma bronchiale tritt in der Kindheit deutlich seltener auf als im Erwachsenenalter
B) Beim Asthma bronchiale ist die Atemwegsverengung trotz medikamentöser Behandlung nicht reversibel
C) Der Atemfluss wird behindert durch die Sekretion eines dünnen, wässrigen Schleims in den Bronchien
D) Der Atemfluss wird durch einen Bronchospasmus behindert
E) Beim Asthma bronchiale findet sich typischerweise ein inspiratorischer Stridor
47. Acetylsalicylsäure (Aspirin®) ist ein frei verkäufliches Arzneimittel. In welchen Fällen besteht wegen möglicher gefährlicher Nebenwirkungen eine besonders strenge Indikationsstellung?
A) Bei Kindern unter 10 Jahren
B) Bei schmerzhafter Muskelverspannung
C) Bei degenerativen Gelenkerkrankungen
D) Als Antipyretikum bei Patienten über 60 Jahre ohne Vorerkrankungen
E) Bei länger zurückliegenden Herzinfarkten
48. Welche der folgenden Aussagen zur akuten Appendizitis treffen zu? 1. Rechtsseitige Unterbauchschmerzen sind immer vorhanden 2. Es besteht meist hohes Fieber über 41 C° 3. Unauffällige Entzündungswerte im Blut schließen eine Appendizitis aus 4. Der Erkrankungsverlauf bei alten Menschen ist häufig symptomarm 5. Ein akuter Harnwegsinfekt kann ähnliche Beschwerden verursachen
A) nur 1 und 2 sind richtig
B) nur 3 und 4 sind richtig
C) nur 4 und 5 sind richtig
D) nur 1, 2 und 5 sind richtig
E)1-5, alle sind richtig
49. An welche der angegebenen Zustände/Erkrankungen ist bei einem Alkoholkranken am ehesten zu denken, wenn Sie bei der Untersuchung Merkfähigkeitsstörungen, Gangunsicherheit sowie Augenmuskellähmungen und eine Polyneuropathie feststellen?
A) Vitamin-C-Mangel
B) Einfacher Rausch
C) Delirium tremens
D) Alkoholhalluzinose
E) Wernicke-Enzephalopathie
50. Welche Aussage zum Kniegelenk trifft zu?
A) Das Kniegelenk ist ein Kugelgelenk
B) Das Kniegelenk ist ein Dreh-Scharniergelenk
C) Im Kniegelenk ist Rotation nur in Streckstellung möglich
D) Im Kniegelenk ist keine Rotation möglich
E) Das Retropatellargelenk liegt außerhalb der Kapsel des Kniegelenkes
51. Welche der genannten Symptome passen zu einer diabetischen Neuropathie? 1. Achillessehnenreflex (ASR) beidseitig nicht auslösbar 2. Sogenannte Reithosenanästhesie 3. Verminderte Herzfrequenzvariabilität 4. Erektile Dysfunktion 5. Hemiparese rechts
A) nur 1 und 4 sind richtig
B) nur 2 und 5 sind richtig
C) nur 3 und 4 sind richtig
D) nur 1, 3 und 4 sind richtig
E) nur 1, 2, 3 und 4 sind richtig
52. Welcher Laborbefund (Blutwerte) spricht für einen manifesten Diabetes mellitus?
A) Kreatinin 5 mg/dl
B) Bilirubin 3 mg/dl
C) HbAlc 10%
D) Glucose 95 mg/dl
E) Hämatokrit 44%
53. Bei welcher der folgenden Erkrankungen besteht für Heilpraktiker nach dem Infektionsschutzgesetz (ifSG) ein Behandlungsverbot)?
A) Keratoconjunctivitis sicca
B) Keratoconjunctivitis epidemica
C) Keratoconjunctivitis photoelectrica (sog.Verblitzung)
D) Keratosis actina (Lichtkeratose)
E) Kontaktekzem
54. Bei welchen Erkrankungen kommt es gehäuft zu einer sogenannten Aura? Wählen Sie zwei Antworten?
A) Depression
B) Epilepsie
C) Migräne
D) Borderline Erkrankung
E) Demenz
55. Worauf muss bei der Beurteilung der Wirbelsäule geachtet werden?
A) Die Wirbelsäule kann ausschließlich mit bildgebender Diagnostik beurteilt werden
B) Die physiologische Krümmung der Halswirbelsäule wird im Sitzen, bei nach vorne gebeugtem Kopf, untersucht
C) Um die Wirbelsäule untersuchen zu können, muss sich der Patient soweit nach vorne beugen, dass die Fingerspitzen den Boden berühren
D) Die Kyphose der Brustwirbelsäule ist physiologisch
E) Die Untersuchung und Beurteilung der Wirbelsäue erfolgt immer stehend von vorn
56. Welche der folgenden Symptome sind Leitsymptome für die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)? Wählen Sie zwei Antworten!
A) Ängstliche Zurückhaltung
B) Störung der Aufmerksamkeit
C) Störung der Muskelkoordination und des Körpergefühls
D) Impulsivität
E) Intelligenzminderung
57. Eine 68-jährige Patientin berichtet, in den letzten 2 Monaten ungewollt 10 kg Gewicht verloren zu haben. Zusätzlich fällt ihr ein extrem vermehrtes Durstgefühl sowie häufiges Wasserlassen und Schwindel auf. Welche Diagnose trifft am ehesten zu?
A) Pankreaskopfkarzinom
B) Diabetes mellitus
C) Nierentumor
D) Aortenklappenstenose
E) Lungenembolie
58. Welches Hormon wird in der Niere gebildet?
A) Adrenalin
B) Adiuretin (ADH)
C) Erythropoetin
D) Thyroxin
E) Insulin
59. In welchem Blutgefäß fließt sauerstoffarmes Blut?
A) Arteria coronaria dextra
B) Aorta descendens
C) Vena pulmonalis
D) Arteria subclavia
E) Arteria pulmonalis
60. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten! Das Raynaud-Syndrom
A) tritt meist bei Männern auf
B) ist Folge einer venösen Stauung
C) ist durch das anfallsweise Auftreten blasser, kalter Finger oder Zehen gekennzeichnet
D) wird oft durch Kälte ausgelöst
E) ist eine Erkrankung der Fingergrundgelenke