1. Mehrfachauswahl. Bei Klienten mit Hypochondrie findet sich oftmals sogenanntes „Checking Verhalten", dem krankheitsaufrechterhaltende Funktion zugeschrieben wird. Welche der folgenden Beispiele fallen am ehesten unter „Checking Verhalten"? Wählen Sie zwei Antworten.
A) Ein Klient mit Angst vor Hautkrebs tastet leicht gerötete Hautstellen wiederholt ab, um deren Beschaffenheit zu testen.
B) Ein Klient mit Angst vor Hodenkrebs vermeidet sexuelle Kontakte, um nicht zu sehr mit seiner Angst konfrontiert zu werden.
C) Ein Klient mit Angst vor Magenkrebs sucht im Internet Informationen über die Zusammensetzung von Nahrungsmitteln.
D) Eine Klientin mit Angst vor Brustkrebs fragt häufig ihre Mitbewohnerin, ob diese ihr wirklich versprechen könne, dass sie keinen Brustkrebs habe.
E) Eine Klientin mit Angst vor Kehlkopfkrebs schluckt morgens nach dem Aufwachen mehrfach, um die Funktionsweise des Kehlkopfes zu überprüfen.

2. Aussagenkombination. Welche der folgenden Kriterien sprechen für eine Binge-Eating-Störung? 1. Neigung zu Übergewicht 2. Kontrollverlust über die Nahrungsmenge während des Essanfalls 3. Essen mit Genuss 4. Typischerweise Einsatz von gewichtsregulierenden Maßnahmen 5. Schuldgefühle nach dem übermässigen Essen
A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
B) Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
A ist richtig
D) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

3. Einfachauswahl. Ein 33-jähriger Klient, der seit seiner Kindheit unter Neurodermitis leidet, kommt in Ihre Praxis. Seit einigen Wochen habe sich die Symptomatik verschlechtert. Besonders in den Abendstunden trete ein massiver Juckreiz auf, der durch exzessives Kratzen kurzzeitig vermindert werden könne. Da er auch unter Einschlafstörungen leide, kratze er mittlerweile mehr, teilweise bis die Haut blutig sei.- In welcher klassisch lerntheoretischen Begrifflichkeit wird der Mechanismus der Zunahme des Problemverhaltens (Kratzen) infolge der Unterdrückung des aversiven Reizes (Juckreiz) bezeichnet?
A) Stimuluskontrolle
B) Negative Bestrafung (Entzugsbestrafung)
C) Negative Verstärkung
D) Generalisierter Strafreiz
E) Positive Vermeidung

4. Mehrfachauswahl Ihre Klientin mit bipolarer Störung schildert Ihnen die Gestaltung des letzten Wochenendes. Sie gibt an, sich nach einem "Filmriss" am Freitagabend nicht mehr erinnern zu können, wie sie nach Hause gekommen sei. Welche zwei Aussagen zum Thema Alkoholkonsum und Alkoholmissbrauch treffen zu?
A) Zu den Symptomen einer Alkoholintoxikation gehören unter anderem Atemdepression und Unterkühlung
B) Die Diagnose einer Alkoholintoxikation ist auch bei einem Blutalkoholspiegel von unter 1,0 Promille möglich
C) Der Konsum von drei oder mehr Gläsern eines alkoholischen Getränkes definiert das sog. Binge-Drinking bzw. Rauschtrinken
D) Ein riskanter Gebrauch ist nicht definiert über die Menge des konsumierten Alkohols
E) Ein Standradglas in Deutschland entspricht 500 ml Bier bzw. 40g reinem Alkohol

5. Aussagenkombination. Eine 33-jährige Frau berichtet Ihnen, dass sie unter Einschlafstörungen leide.Welche der folgenden Verhaltensweisen können Sie der Frau empfehlen, damit sich deren Schlafhygiene verbessert? 1. Eine Stunde vor dem Schlafengehen mindestens 20 Minuten lang Sport treiben mit einer Pulsfrequenz von mindestens 130 Schlägen pro Minute 2. Eine Uhr im Schlafzimmer aufstellen damit sie kontrollieren kann, wann sie einschläft 3. Keinen Mittagsschlaf halten 4. Immer Zur gleichen Zeit morgens aufstehen, unabhängig Von der Dauer des Nachtschlafs 5. Die Person sollte nachts im Schlafzimmer bleiben, auch wenn sie nicht müde ist
A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
B) Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

6. Einfachauswahl Eine Mutter kommt mit ihrem 16-jährigen Sohn zu Ihnen. Der junge Mann berichtet von wiederkehrenden Gedanken über den Tod. Beispielsweise berichtet er davon, dass er gerne an einer tödlichen Krankheit leiden würde oder eines morgens einfach nicht mehr aufwachen möchte. Was tun Sie?
A) Sie vermeiden weiter über die Gedanken zu sprechen, um den jungen Mann nicht in den Suizid zu treiben.
B) Sie rufen das Gesundheitsamt (untere Gesundheitsbehörde) oder die Polizei an, um eine sofortige Unterbringung des Minderjährigen zu bewirken.
C) Sie beenden die Therapie unverzüglich, da Sie keine suizidalen Personen behandeln dürfen.
D) Sie besprechen mit dem Patienten das Vorgehen im Falle des Auftretens suizidaler Impulse.
E) Sie erklären der Mutter, dass sie sich keine Sorgen machen muss, da nur eine passive Suizidalität vorliegt.

7. Einfachauswahl. Eine wichtige Voraussetzung zur Durchführung einer Psychoanalyse ist auf Klientenseite die Fähigkeit, einerseits die Beziehung zum Psychotherapeuten in der therapeutischen Situation regressiv zu erleben, sich auf regressive Prozesse einzulassen, andererseits sich von diesen regressiven Prozessen zu distanzieren und sein Erleben zum Gegenstand der analytischen Arbeit zu machen. - Wie bezeichnet man die beschriebene 3ehandlungsvoraussetzung in der Psychoanalyse?
A) (Therapeutische) Ich-Spaltung
B) Selbsterfahrung
C) Transaktionalismus
D) Gegenübertragung
E) Empathiefähigkeit

8. Einfachauswahl. Was beschreibt der Begriff "Depersonalisation"?
A) Abwehrmechanismus, welcher die wiederkehrende Orientierung im Aussen beschreibt, z.B. um als unangenehm bewertete Empfindungen zu überspielen
B) Die wahnhafte Fehlinterpretation einer realen Sinneswahrnehmung, welche bspw. im Rahmen eines Rauschzustands durch psychotrope Substanzen auftritt.
C) Die abnorme oder verfremdete Wahrnehmung von anderen Personen und deren Persönlichkeit
D) Das Gefühl vom eigenen Körper oder von eigenen Gedanken losgelöst zu sein.
E) Die Reduzierung der Gedanken auf wenige Themen aufgrund mangelnder Repräsentation (Ich-Struktur)

9. Mehrfachauswahl Welche Aussagen treffen in Bezug auf die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung nicht zu? Wählen Sie zwei Antworten
A) Etwa 2 bis 6 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland leiden an krankhafter Störungen der Aufmerksamkeit und an motorischer Unruhe.
B) Zu den Hauptsymptomen gehören Ich-Störungen
C) Die Leitlinien erlauben die Stellung der Diagnose nur vor dem 18. Lebensjahr
D) Betroffene Patientinnen/Patienten haben ein erhöhtes Unfallrisiko
E) Um die Diagnose stellen zu können, muss die Symptomatik in verschiedenen Lebensbereichen des Kindes (z.B. Familie, Schule und Freizeit) auftreten und diese beeinträchtigen.

10. Aussagenkombination. Welche Aussagen zu familientherapeutischen Ansätzen sind richtig? 1. Es wird versucht durch eine Verminderung der Symptome des erkrankten Familienmitglieds eine Besserung der gestörten zwischenmenschlichen Beziehungen herbeizuführen. 2. Die vertikale Perspektive beschreibt einen Behandlungsansatz über mehrere Generationen hinweg 3. Reframing ist eine Methode zur Umdeutung einer belastend empfundenen und beschriebenen Situation im Alltag. 4. Bei der Technik der zirkulären Befragung werden die Klienten instruiert sich gegenseitig Fragen zu stellen. 5. Die Systemische Therapie beinhaltet familientherapeutische Ansätze.
A) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
B) Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig
C) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig
E) Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig

11. Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Begriffe bezeichnen keine Störung der Sexualpräferenz? Wählen Sie zwei Antworten.
A) Geschlechtsinkongruenz
B) Fetischismus
C) Sadismus
D) Pädophilie
E) Anorgasmie

12. Mehrfachauswahl Welche zwei Aussagen zum Neurotransmitter Serotonin sind richtig?
A) Serotonin kommt im Zentralen und im peripheren Nervensystem vor.
B) Mit der Nahrung aufgenommenes Serotonin gelangt innerhalb Von 10 Minuten über die Blut-Hirn-Schranke ins zentrale Nervensystem,
C) Serotonin beeinflusst die Stimmung, die Körpertemperatur, die  Schmerzbewertung und den Schlaf-Wach-Rhythmus
D) SSRI (Serotonin-Wiederaufnahmehemmer). die bei der Behandlung einer Depression eingesetzt werden, wirken ausschließlich im zentralen Nervensystem, Der Vorteil ist, dass unerwünschte Wirkungen in der Peripherie, zum Beispiel am Magen-Darm-Trakt, nicht auftreten.
E) L-Serotonin kann als Nahrungsergänzungsmittel zur Behandlung von Schlafstörungen eingesetzt werden.

13. Aussagenkombination. Welche der folgenden Arten von Bewusstseinsstörungen gehören zu den quantitativen Bewusstseinsstörungen? 1. Sopor 2. Koma 3. Illusionäre Verkennung 4. Bewusstseinseinengung 5. Bewusstseinsverschiebung
A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
C) Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig
E) Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig

14. Aussagenkombination Welche Aussagen sind richtig? 1. Die multiple Sklerose ist die häufigste chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung des ZNS. 2. Langfristige Folge eines Schädel-Hirn-Traumas kann eine Demenz sein. 3. Bei Morbus Parkinson kann es schon im Anfangsstadium zu psychischen Begleitsymptomen wie Angst, Depression und Affektlabilität kommen. 4. Medikamentös behandlungsbedürftige Migräneattacken treten am häufigsten bei Frauen nach der Menopause auf. 5. Patientinnen/Patienten, die an Epilepsie leiden, sollten auf eine ausgeglichene Lebensweise hingewiesen werden, um die Gefahr eines Anfalls zu verringern
A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
B) Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

15. Mehrfachauswahl Bei welchen der folgenden Krankheiten spielt der Einsatz von Entspannungsverfahren im Rahmen eines multimodalen Behandlungsansatzes eine entscheidende Rolle? Wählen Sie zwei Antworten.
A) Schilddrüsenunterfunktion
B) Essentielle Hypertonie
C) Asthma bronchiale
D) Normäldruckhydrozephalus
E) Akute Psychose

16. Mehrfachauswahl. Welche zwei der folgenden Substanzen verursachen keine körperliche Abhängigkeit?
A) Opiate
B) Benzodiazepine
C) LSD (Lysergsäurediathylamis)
D) Nikotin
E) Ecstasy

17. Mehrfachauswahl.  Die Fetale Alkoholspektrum-Störung (Fetal Alcohol Spectrum Disorder, FASO) zählt zu den häufigsten angeborenen Behinderungen in Deutschland und tritt deutlich häufiger auf als das chromosomal bedingte Down-Syndrom. Sie haben aufgrund Ihrer Beobachtungen und der Anamnese bei einer neuen Klientin-den Verdacht, dass sie von der FASO betroffen sein könnte. Welche Auffälligkeiten sprechen für die Diagnose FASD? - Wählen Sie zwei Antworten.
A) Hochwuchs
B) Leichtere Gesichtsanomalien wie zum Beispiel eine schmale Oberlippe und  ein glattes Philtrum
C) Vorzeitige Pubertät (Pubertas praecox)
D) Übergewicht im Kindesalter
E) Störung der Exekutivfunktionen

18. Mehrfachauswahl. Welche zwei der folgenden Merkmale müssen zur Diagnosestellung Asperger-Autismus erfüllt sein?
A) Geistige Behinderung
B) Manifestation vor Vollendung des dritten Lebensjahrs
C) Sprachentwicklungsrückstand 
D) Stereotype, repetit1Ve Verhaltensmuster oder Interessen
E) Störung der sozialen Interaktion

19. Einfachauswahl. Welche Aussage zu formalen Denkstörung trifft zu?
A) Formale Denkstörungen sind ein typisches Symptom bei Angsterkrankungen
B) Ideenflucht findet man häufig bei Erkrankten in einer depressiven Phase
C) Verfolgungswahn zählt zu den formalen Denkstörungen.
D) Formale Denkstörungen treten häufig in manischen Phasen auf.
E) Formale Denkstörungen können in der Regel nur durch konkrete Nachfrage exploriert werden.

20. Aussagenkombination. In der Verhaltenstherapie 1. sind experimentelle Befunde zur klassischen und operanten Konditionierung eine wichtige Grundlage von Modellen zur Entstehung psychischer Störungen sowie von Interventionsmethoden 2. gilt das Prinzip der klassischen Konditionierung inzwischen als veraltet und ist nur noch von untergeordneter Rolle 3. bezeichnet operante Konditionierung einen Lernprozess, bei dem die Auftretenswahrscheinlichkeit von Verhalten durch seine Konsequenzen erhöht oder erniedrigt wird. 4. ist der Begriff "Bestrafung" innerhalb des operanten Konditionierens mit einer negativen Verstärkung gleichzusetzen. 5. kommen Verstärkerpläne zum Aufbau neuen Verhaltens zum Einsatz.
A) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
C) Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

21. Mehrfachauswahl. Welche zwei Aussagen zur Behandlungsmethode "Eye Movement Desensitization and Reprocessing" treffen zu?
A) Die Wirkung der Intervention basiert auf der tiefen Absenkung des Bewusstseins.
B) Ziel ist die fokussierte Bearbeitung von negativen, dysfunktionalen  Kognitionen.
C) Es wird zur Verarbeitung von traumatischen Erlebnissen eingesetzt.
D) Die Wirkung wird auf die Stimulation Von Hirnstamm und Kleinhirn  zurückgeführt
E) Es ist eine hoch wirksame Therapiemethode ohne Risiken und  Nebenwirkungen.

22. Mehrfachauswahl. Welche zwei Aussagen zum Fibromygalgie-Syndrom treffen zu?
A) Beweisend für das Vorliegen ist der Nachweis von Rheumafaktoren.
B) Die Krankheit gehört in die Gruppe der seltenen Erkrankungen, sogenannte Orphan Diseases (weniger als 0,05 % der Bevölkerung betroffen).
C) Ein Kernsymptom des Syndroms sind chronische Schmerzen und Schlafstörungen bzw. nicht-erholsamer Schlaf und Müdigkeit.
D) Die Krankheit ist einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung   gleichzusetzen
E) Die Durchführung einer kognitiven Verhaltenstherapie ist sinnvoll. 

23. Aussagenkombination. Ein Klient legt Ihnen seinen neurologischen Befund vor und bittet Sie, ihm die Begrifflichkeiten näher zu erläutern. Welche der folgenden Begrifflichkeiten sind korrekt zugeordnet? 1. Akinese - Bewegungsarmut 2. Mikrographie - Störung der aufrechten Körperhaltung 3. Anosmie - Störung des Gedächtnisses bis hin zum Gedächtnisverlust 4. Rigor - Lähmung der Muskulatur 5. Ruhetremor - Zitter in Ruhe
A) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig
C) Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
E) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

24. Mehrfachauswahl. Welche zwei der folgenden Aussagen sind falsch?
A) Die Hypophyse ist Teil der Stressachse.
B) Im Rahmen einer Kleinhirnschädlgung kann eine Ataxie auftreten.
C) Im Stammhirn liegt das Regulationszentrum für Atmung und Kreislauf.
D) Das Gehirn besitzt Schmerzrezeptoren.
E) Im limbischen System, speziell im Hippocampus, wird die Feinmotorik gesteuert

25. Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen sind richtig?
A) Die Führung der Berufsbezeichnung „Psychotherapeutin" oder „Psychotherapeut" wird durch das Psychotherapeutengesetz (PsychThG) geregelt. Die Ausübung Von Psychotherapie mit einer Erlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz berechtigt nicht zur Führung der Berufsbezeichnung  „Psychotherapeut."
B) Es besteht eine wirtschaftliche Aufklärungspflicht bezüglich der zu erwartenden Behandlungskosten.
C) Die Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH) regelt verbindlich die Höhe der Vergütung für Tätigkeiten auf dem Gebiet der Psychotherapie.
D) Privaten Versicherungen ist eine Kostenübernahme der Behandlungskosten untersagt
E) Heilpraktikerinnen/ Heilpraktiker unterliegen der Verschwiegenheitspflicht und haben sowohl in Zivilprozessen als auch in Strafverfahren ein Zeugnisverweigerungsrecht.

26. Aussagenkombination. Welche der folgenden Störungen bzw. Symptome werden als ich-synton beschrieben? 1. Anankastische Persönlichkeitsstörung 2. Maniforme Episode im Rahmen einer bipolaren affektiven Störung 3. Akustische Halluzinationen im Rahmen einer paranoiden Schizophrenie 4. Zwangshandlungen im Rahmen einer Zwangsstörung 5. Wahnvorstellungen im Rahmen einer affektiven Störung
A) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig
B) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
C) Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

27. Mehrfachauswahl. Welche zwei Aussagen zur bipolaren affektiven Störung sind richtig?
A) Bei beiden Polen der Erkrankung können psychotische Symptome auftreten
B) Im Zusammenhang mit dieser Störung treten keine psychosomatischen  Beschwerden auf
C) Die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung schliesst die Diagnose einer bipolaren Störung aus.
D) Eine medikamentöse Phasenprophylaxe sollte erwogen werden.
E) Eine hypomanische Phase ist von Traurigkeit geprägt

28. Einfachauswahl. Eine verzweifelte Mutter kommt in Ihre Praxis und bittet Sie um Behandlung Ihres Sohnes. Der 9-jährige Junge zeige Trennungsängste und depressive Symptome seit der elterlichen Scheidung sowie schulvermeidendes Verhalten. Ein gemeinsames Sorgerecht beider Elternteile bestünde laut Mutter nach der Scheidung fort. Welche der folgenden Aussagen trifft zu?
A) Aufgrund des hohen Leidensdrucks der Mutter stimmen Sie der Behandlung des Kindes zu. In dem Behandlungsvertrag bzw. der Honorarvereinbarung ist die Einwilligung der Mutter als anwesende Sorgeberechtigte ausreichend.
B) Aufgrund des hohen Leidensdrucks des Sohnes stimmen Sie der Behandlung des Kindes zu. In dem Behandlungsvertrag bzw. der Honorarvereinbarung ist die Einwilligung der Mutter als anwesende Sorgeberechtigte ausreichend.
C) Sie lehnen die Behandlung ab, da der Kindsvater nicht der Behandlung zugestimmt hat und beide sorgeberechtigten Elternteile einer Behandlung zustimmen müssen.
D) Sie sprechen mit dem Jungen alleine und attestieren die Einsichts- und Geschäftsfähigkeit des Jungen, daher darf er eigenständig einen Behandlungsvertrag mit ihnen abschliessen.
E) Mit einer Bescheinigung der Schule über das neu aufgetretene Schulvermeidungsverhalten stimmen Sie einer Behandlung zu.